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Der Engel und die drei Weisen aus dem Morgenland

Liebe Lesergemeinde!

Auch im weit entfernten Persien werden drei Sterndeuter auf den neuen und hell leuchtenden Stern aufmerksam. „Welche Bedeutung hat er?“, so fragen sie sich.Ungewöhnliche Zeichen am Himmel galten damals immer als Vorboten für gewaltige Ereignisse. Ob Gut oder Böse, das musste sich dann zeigen.

In alten Schriften und Prophezeiungen finden sie die Antwort: In Israel soll ein neuer König geboren werden. Neugierig planen sie die weite und mehrmonatige Reise. Das Ziel ist für sie klar: Jerusalem, die Königsresidenz Israels. Umso erstaunter sind sie, als sich bei ihrer Ankunft herausstellt: Hier ist kein neuer König geboren.

König Herodes ist nun selbst sehr interessiert. Wer macht ihm seinen Thron streitig? Ein neuer König kann doch nur aus seiner Familie kommen. Die Pharisäer und Schriftgelehrten an seinem Hof suchen nun zusammen mit den drei Sterndeutern gemeinsam in den alten Schriften nach einer Lösung. Und sie werden fündig:

Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten Micha: Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll. (Mt 2,5+6)

Nun ist  das Ziel klar: „Betlehem“. König Herodes bittet sie, ihm auf ihrem Rückweg Bericht zu erstatten, wo er denn genau das Kind finden könne, um es „anzubeten“. In Wirklichkeit aber lässt er seine Truppen bereit machen, um das Kind töten zu lassen.

Die drei Weisen ziehen ihren Weg und finden, vom Stern geleitet, das Kind  in der Krippe liegend. Gold, Weihrauch und Myrrhe schenken sie ihm und beten es an. Gold für den König. Weihrauch für den Priester. Myrrhe für den Arzt, denn in Jesus vereinen sich diese drei Berufe und Aufgaben. Herr, Priester und Arzt zu sein; der, der das Leben der Menschen heil macht (Heiland).

Und wieder erscheint Gabriel, der Bote Gottes: „Kehrt nicht nach Jerusalem zurück“, so warnt er die drei Gelehrten,  „der König trachtet dem Kind nach dem Leben. Kehrt auf einem anderen Weg in euer Heimatland zurück.“ Dem Gebot des Engels folgend machen sich die Sterndeuter auf einer anderen Route auf den Rückweg und kehren nach Hause zurück.

Zu den ersten, die den kleinen Jesus an der Krippe besuchen, gehören damit neben den Hirten Fremde, Andersgläubige, Weise aus dem Morgenland, die die wahre Bedeutung dessen erkennen, der da geboren ist:

Der König der Welt, der Messias, der Heiland.

Amen.

Gebet

Gott,
Du kommst in einem unscheinbaren Kind in unsere Welt.
Du bringst denen Licht, die in der Finsternis leben
und selber keinen Weg zurück ins Leben finden.

Du schenkst denen Hoffnung, die verzweifeln.

Du bist das Licht der Welt,
das hineinscheinen will in alles Unrecht dieser Welt,
um Frieden zu bringen.

Lass uns zu Boten deines Lichtes und des Friedens für die Welt werden.

Amen.

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich;
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich
Und schenke dir Frieden.

Amen.

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