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Musik zur Marktzeit mit Jannik Raeker

Musik zur Marktzeit mit Jannik Raeker

Samstag, 28. Februar 2026, 11 Uhr - Ratskirche St. Martini zu Minden - Eintritt frei


Jannik Raeker, ursprünglich aus Dülmen, begann sein Kirchenmusikstudium in Herford und zog mit der Hochschule für Kirchenmusik an den gemeinsamen Standort Witten. Er ist in der Orgelklasse von Professorin Mona Hartmann und bekommt Inspirationen aus Meisterkursen und auch Wettbewerben aus dem Ausland.

Jannik Raeker musiziert Werke von Bruhns, Bach und Mendelssohn spielen.

Nicolaus Bruhns gilt als einer der bedeutendsten Virtuosen seiner Zeit, sowohl auf der Orgel als auch an der Geige. Der aufbrausende Stylus phantasticus ist in diesem Werk deutlich durch den Wechsel vieler Formteile zu erkennen, ganz im Sinne des norddeutschen Praeludiums. Das Praeludium ist nicht nur für seinen königlichen Klang, sondern auch für seine technischen Anforderungen im Doppelpedal bekannt, wo jeder Fuß eine eigene Stimme führt.

Johann Sebastian Bach komponierte im heute gut bekannten „Orgelbüchlein“ Choralvorspiele in verschiedenen Formen zu gebräuchlichen Chorälen für den Gottesdienst. Sein Ziel war eine gute Verwendbarkeit. In O Mensch, bewein dein Sünde groß (BWV 622) lässt er die Choralmelodie in einem langsamen Tempo erklingen, was es ihm ermöglicht, diese kunstvoll auszuschmücken (colorierter cantus firmus).

Die Sonate A-Dur ist eine der freieren Orgelsonaten von Mendelssohn. Sie setzt sich aus mehreren Stücken zusammen und beginnt mit einer Umarbeitung des von Mendelssohn komponierten Einzugs für die Hochzeit seiner Schwester Fanny. Später ist im Pedal die Choralmelodie „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ zu hören. Nach dem feierlichen Schluss des ersten Satzes (Con moto maestoso) mit dem Anfangsmotiv folgt ein lyrischer, schwebender langsamer Satz (Andante tranquillo).

Die Fantasie g-Moll (BWV 542) ist vermutlich eine Improvisation Bachs. Während seiner Reise nach Hamburg im Jahr 1720, bewarb sich Bach mutmaßlich in der St. Jacobi-Kirche und bewies mit dem Stück seine herausragende Improvisationsfähigkeit. Im Werk wechseln sich dramatische Rezitativteile mit expressiven, leisen Linien ab.

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